Mein alter Plan A – Teil 2


Meinen alten Plan A habe ich nach meinen Beobachtungen und nach Gesellschaftlichen Normen ausgerichtet. Hatte aber nie mit jemanden darüber geredet. War es ein guter Plan ist? Ist es sinnvoll einen solchen Lebensplan zu machen?

Nun sprach ich mit Menschen die am weitesten entfernt waren von meinem eigentlichen Lebensplan, um nach neuen Zielen zu suchen. Durch die Aufträge die ich erfüllte, in den unterschiedlichsten Sektoren, lernte ich sehr verschiedene Menschen kennen. Und somit auch neue Wege, sehr exotische Wege. Früher hätte ich solche Leute ausgeblendet, sie waren einfach viel zu weit entfernt von meinem Lebensplan. Aber auf einmal klang es interessant nach Costa Rica oder nach Thailand auszureisen für mehrere Monate und dort mit wenigen finanziellen Aufwänden das Leben zu gestalten, während man online arbeitet oder künstlerisch tätig ist. Es ging den Menschen fast nie um ihr Ansehen in der Gesellschaft oder die Zustimmung von Bekannten und Verwandten. Es ging ihnen um ihr Wohlbefinden, um ihre Selbstverwirklichung und diese bestand bei manchen aus sehr simplen Dingen. Es waren scheinbar die glücklichsten Menschen. Sie hatten eine Sache, die augenscheinlich sehr klein und unbedeutend war, aber es war ihre Sache, ihre Aufgabe und sie gingen dieser Tätigkeit nach und es war perfekt für sie. In meinen Kopf war abgespeichert das Erfolg im Leben bedeutet, das man in den Augen anderer perfekt dasteht und viele Besitztümer haben muss.

Von meinem alten Plan A entfernte ich mich langsam und unbewusst. Mit meiner aktuellen selbstständigen Arbeit war ich bestens beschäftigt und es lief ganz gut, ich wollte erforschen wohin mich dieser Weg führen könnte. Das interessante an dieser Selbstständigkeit ist die unbegrenzte Wachstumsmöglichkeit, es gab keine Grenzen nach oben. Wohingegen mir bei meiner eigentlichen Karriereplanung immer Grenzen begegnet wären, man könnte in einem Unternehmen nicht immer weiter aufsteigen und auch nicht immer weitere Erfolge erzielen, da sind natürliche Grenzen.

Warum ist die Arbeit an eigenen Projekten oder das herumbummeln auf der Welt so interessant für diese Menschen? Bisher habe ich diesen Weg nicht wahrgenommen, ich habe nur wahrgenommen das die Mehrheit als Ziel ein Haus, Auto, guten Arbeitsplatz und Familie hat. Und wer das am besten umsetzt ist der Gewinner in der Gesellschaft. Über Freiheit gönnen, Abwechslung, Abenteuer oder über Risiko akzeptieren hatte zuvor keiner geredet und wenn dann nur Negativ, weil es den deutschen Traum hinderlich wäre. Freiheit und Abenteuer waren möglich in der Rente, nach den 50 Jahren Karriere. Risiken eingehen oder zu viel Abwechslung waren nicht geplant, das macht sich nicht gut im Lebenslauf. All das blenden diese Freigeister aus oder akzeptieren es und machen einfach das was ihnen gegenwärtig sinnvoll scheint. Die langfristige Entwicklung wird nicht so stark beachtet, für sie steht Spaß, Selbstverwirklichung, eine gewisse finanzielle Absicherung und Abenteuer im Vordergrund. Es sind keine gedankenlosen Chaoten, die einfach mal machen und schauen was passiert. Das fand ich interessant, sie haben ihre Ziele und einen groben Plan, das Ziel war fixiert, aber der Weg dahin wurde je nach Gegebenheiten angepasst. Es geht auch für diese Menschen immer um einen gewissen wirtschaftlichen Erfolg, aber das ist nicht der treibende Faktor, für mich war das immer der treibende Faktor in meiner Planung, der Lebenssinn. Ich überlegte mir einen neuen Plan.

Grundstein des neuen plan A

Ich schob meinen alten Lebensplan erstmal zur Seite, diesen könnte ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. Für die nächsten Jahre setzte ich mir das Ziel etwas eigenes auf die Beine zu stellen, etwas zu erschaffen was 100% von mir kommt. Und ich wollte die Welt erkunden, an Orte reisen die ich mit meinen eigentlichen Lebensplan nie erkunden würde. So wollte ich herausfinden ob diese Lebensphilosophie zu mir passt und wenn ja, ob ich diese irgendwie in meinen ursprünglichen Plan mit einfließen lassen kann. Wenn es nicht zu mir passt, dann könnte ich ja jederzeit abbrechen und auf Karrieresuche gehen.

Etwas alleine auf die Beine stellen, etwas selbstständig erschaffen war mein erstes Ziel an dem ich begann zu arbeiten. Diese Idee kam mir schon mal während dem Studium, das Studium soll zwar hauptsächlich vorbereiten für das Leben als Angestellter, aber hat auch viele Fassetten die in Richtung Selbstständigkeit gehen. So habe ich während dieser Zeit begonnen Informationen und Beobachtungen festzuhalten die ein Thema betreffen welches mich persönlich lange Zeit beschäftigte. Ich hatte Probleme mit meiner Haut und diese Probleme zu beheben hat bei mir etwas länger gedauert, weil ich erst einen Weg finden musste der meiner Haut half. Das habe ich festgehalten, einen Verwendungszweck hatte ich damals nicht für diese Informationen. Jetzt hatte ich mir vorgenommen dieses Material zu veröffentlichen. Ebenso wollte ich auf Reisen gehen, so wie ich es in meinem aufgeschobenen Lebensplan nie machen würde. Mein Plan, den ich zu einem späteren Zeitpunkt höchstwahrscheinlich wieder aufnehmen wollte, sah zwar Reisen vor. Aber da der Fokus auf Karriere liegt, hatte ich nur zwei Mal pro Jahr Urlaubsreisen eingeplant und würde diese auch kürzen oder streichen wenn es der Karriere förderlich wäre. Als Reiseziele hatte ich dort die typischen luxuriösen Resorts angepeilt, so das es sich gut macht auf Facebook. Aber niemals hätte ich dort eingeplant für 3 Monate auf eine Insel zu reisen und dort bei einer Tierauffangstation zu helfen oder Müll in irgendwelchen abgelegenen Regionen einzusammeln.

Interessant zu beobachten war, das jeder mit dem man über diesen Ideen redet immer direkt sagten „Mach das!“ oder „Mach das jetzt, später wird das nicht mehr klappen!“. Ich hatte über meinen eigentlichen Lebensplan zwar nie mit jemanden so offen geredet, aber ich hatte das Gefühl das die Resonanz anders gewesen wäre. Mein alter Lebensplan handelte auch von meinem ganzen Leben, was ich mit 5 Punkten durchgeplant hatte. Wohingegen meiner neuer Plan A leichter greifbarer war und zeitlich nicht zu sehr ausschweifend war. Das bestärkte mich, ich hatte nicht gedacht das wirklich jeder Mensch diesen Weg so gut heissen würde. Wünschen sich vielleicht viele Mensch solch ein paar Jahre Abenteuer? Um diese große Welt reisen, Menschen, Natur und Orte kennen lernen, etwas eigenes erschaffen. Jetzt musste ich mir nur einen Plan machen wie ich das genau umsetzten kann. Wohin soll die Reise gehen und wie würde ich das ganze finanzieren.

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