Geburt meines neuen Plan A


Pläne macht man ständig, manchmal nur gedanklich, manchmal schreibt man sie auf. Pläne für den Tagesablauf, Pläne wann der nächste Urlaub sein soll und wie dieser ablaufen soll, in der Arbeitswelt ist fast alles präzise durchgeplant. Ich selbst habe mir einen kleinen Plan gemacht, wie mein Leben ablaufen soll, verschiedene Etappen für mein gesamtes Leben. Habe fixiert was ich möchte und einen Plan gemacht wie ich das erreichen werde. Es handelt sich dabei nicht um einen mehrseitigen Plan, es sind mehrere Etappen, bei denen es um meine Ausbildung und um meine geplante Karriere geht. Der genaue Weg wie ich, damals 16 Jahre mit versautem Hauptschulabschluss, zu einer erfolgreichen Karriere, tollem Auto, perfekter eigener Familie und hohem Status in der Gesellschaft komme. Das, was ich als deutschen Traum bezeichnen würde, könnte ich mir durch meinen Lebensplan erarbeiten. Die Faktoren die nötig sind damit ich mir meinen gesellschaftlichen Aufstieg erarbeiten kann und Errungenschaften anhäufen kann, bestimmen meinen Lebensplan und diese habe ich seit einigen Jahren fest anvisiert.

Jetzt gab es aber leider eine Hürde die mir meinen Lebensplan ausbremste, nicht unüberwindbar, aber es hatte die Folge das ich kurzzeitig von meinem Plan abweichen musste. Beim kurzzeitigen Abweichen vom Plan, lernte ich andere Optionen kennen, die ich zuvor nicht beachtet habe, die ich in gewisser Weise als nicht Erstrebenswert angesehen habe. Diese anderen Möglichkeiten schienen aber auch ihren Reiz zu haben, waren aber das Gegenteil von dem was ich geplant hatte. Ich hatte gedacht ich hätte den Masterplan, den den jeder haben möchte, der Plan der mich weit voran bringen würde, um den mich jeder beneiden würde. Aber ich stellte fest das manche Menschen ganz andere Pläne hatten und auch andere Gründe hierfür. Pläne die ich erstmal nicht so ganz verstand, wobei mir die Gründe schon einleuchteten. Da ich ohnehin eine kurze Unterbrechung in meinem Lebensplan, meinen alten Plan A, hatte, wollte ich es ausprobieren und machte mir einen neuen Plan A. Dieser sollte den Masterplan nicht ersetzten, aber die Lücke die ich hatte, die ich zwar auch schnell schließen könnte, wollte ich nutzen um mir die gegenteiligen Varianten genauer anzuschauen.

Hier möchte ich meine Reise mit dir teilen, welche meinen neuen Plan A betrifft. Ebenso habe ich noch eine sportliche Veränderung vor, diese möchte ich ebenso hier mit dir teilen. Dabei geht es auch um einen neuen Plan A, den ich umsetzten möchte und sehen möchte wohin mich dieser führt. Beide Wege werden sich selbstständig über die Zeit entwickeln, ich habe keine festen Punkte, es ist vieles variable und flexibel. Also lasst uns sehen wohin es geht. Meinen bisherigen Werdegang und meinen Ausgangspunkt, sowie meine Ideen möchte ich dir zu erst aufzeigen.

Mein alter Plan A

Es wären alle Stolz gewesen, es hätte allen gefallen — wenn ich nach dem Studium eine Stelle bei einem der großen Konzerne angenommen hätte. Das war mein Ziel und eigentlich war das auch genau der Plan, das Studium schaffen und Karriere machen. Es hätte mir aber nicht gefallen, ich wäre unglücklich gewesen. Ich hatte mich von einem fast verbocktem Hauptschulabschluss zum Bachelorabschluss gearbeitet und hatte nun auch sehr gute Chancen bei einem großen bayrischen Automobilhersteller. Ich hatte lange Zeit gedacht, wenn alle Bekannten und Freunde mit meinem Werdegang zufrieden sind, wenn ich das erreiche was die Gesellschaft von mir verlangt, dann wäre ich der glücklichste Mensch. Aber leider musste ich feststellen das ich so sehr wenig Freude und Frieden gehabt hätte. Ich will mit mir selbst zufrieden sein und habe gedacht wenn ich es schaffe gesellschaftlich hoch angesehen Erfolge zu erzielen, dann wäre ich das. Wenn ich das eigene Haus habe, geheiratet habe, Kinder habe, das schöne Auto in der Einfahrt steht und ich mir zwei schöne Urlaubsreisen im Jahr leisten kann, wenn ich das alles erlangt hätte, dann wäre das das perfekte Leben für mich, dachte ich, das ist doch das was sich jeder wünscht, dachte ich.

Es tauchten neue Wege auf, andere Möglichkeiten, die aber all das andere auszuschließen scheinen. Die aber nach sehr viel Abenteuer und Freiheit klingen, nach dem Gegenteil von dem typischen deutschen Traum. Und es tauchte eine kurzweilige Hürde auf.

Irgendwann beginnt man als junger Mensch sein Leben zu planen. Dieser Plan wird bewusst und unbewusst von der Gesellschaft beeinflusst, man betrachtet was andere machen, zu wem schauen alle hoch und wer gilt als Verlierer in der Gesellschaft. Man selbst lässt seine persönlichen Vorlieben mit einfließen, hat aber selbst noch nicht so viel Ahnung vom Leben. Ein eigenes Haus muss sein, das hat jeder, es bedeutet Freiheit, das wollte ich auch. Dafür braucht man einen Job, sonst kann man sich das nicht leisten, das war mir klar. Einen Job brauchte ich ohnehin, einen guten, einen wichtigen, sonst bin ich der Verlierer. Ich müsste den besten Job in meinem Umfeld haben, die anderen sollten sagen das ich es geschafft habe. Um das ganze zu untermalen, brauche ich ein tolles Auto, eines was auffällt aber nicht zu sehr nach Aufmerksamkeit schreit, sportlich aber auch praktisch. Die Leute sollen über mich sagen, der hat schon wieder das neuste Model, dem muss es gut gehen, der hat ein tolles Leben. Und natürlich wollte ich eine nette Familie gründen, eine hübsche und ebenso erfolgreiche Frau, mit ein paar vorbildlichen Kindern. So das jeder sagt, was für eine nette und hübsche Familie wir doch sind. Zusammen mit der Familie wollte ich dann das Leben genießen, also wollte ich das Geld, was ich mit meinem tollen Job verdiente, nutzen um mir 4 Wochen Urlaub im Jahr zu leisten. Mit meinen zwei Kindern und meiner tollen Frau wollte ich an Orte reisen die andere noch nicht gesehen haben, das ganze gut sichtbar festhalten auf den Social Media Plattformen. Die Familie sein mit den meisten Likes, weil ihr Leben perfekt ist. Und den Rest des Jahres fleißig sein um das alles zu ermöglichen, 4 Wochen Freizeit reichen ja auch den meisten. Ich hatte alles gut durchgeplant, so hätte ich das Leben von dem die meisten Menschen träumen und müsste folglich so zu einem glücklichen und erfülltem Leben kommen.

Ist es falsch oder richtig so vorzugehen, ich kann es nicht sagen. Es ist sicherlich nicht falsch ein schönes Leben zu planen. Es ist auch nicht falsch diese Planung durch die Gesellschaft beeinflussen zu lassen. Es ist aber fraglich ob man alles so stark fixieren sollte. Ebenso fraglich ist ob man sich so an den Meinungen von anderen fixieren sollte. Denn nun kann jede kleine Hürde starke negative Folgen haben. Aber so funktionieren wir Menschen nun mal und als junger Mensch weiss man es eben nicht besser. Pläne schmieden ist etwas sinnvolles, ich habe mir überlegt was ich möchte, das wurde natürlich von Medien, Bekannten und Freunden beeinflusst. Man beobachtet wer glücklich zu sein scheint, wer als erfolgreich gilt und lotet so aus was es braucht um ein erfolgreiches Leben zu gestalten. Einige Ziele ergeben sich auch daraus das es scheinbar jeder hat und folglich will man das dann auch. Viele Menschen haben ein eigenes Haus und natürlich ein Auto, also will man das auch, zu einigen Menschen schauen aber deutlich mehr Menschen auf, diese haben die schönsten Häuser und Autos. Also wird die eigene Messlatte höher gesetzt. Aus den Medien nimmt man auch viel mit, diese sind so gestaltet das das jeweilige Produkt begehrenswert wird. Ein einfaches und günstiges Auto darf es nicht sein, das würde sicher den Zweck eines Autos erfüllen. Aber würde es mich glücklich machen? Wohl kaum. So waren meine Gedankengänge als junger Mensch und so startete ich meine Umsetzung.

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